Im Kontrast zu den sonst sanften, hügligen Formen der Landschaft rund um Usingen sind die Klippen nördlich von Eschbach bizarre, steil aufragende, bis 12 m hohe Felsen aus Quarzgestein. Auch Buchstein genannt ist die Felswand sichtbarer Teil eines etwa 6 km langen Quarzganges, der sich quer durch das Usatal bis zum Wormstein im Usinger Stadtwald fortsetzt. Er ist geologisch gesehen eine Querverwerfung, die sich bei der Auffaltung des Gebirges bildete. Der widerstandsfähige Quarz konnte an einigen Stellen der Abtragung trotzen und erscheint heute an verschiedenen Orten im Taunus, jedoch selten so spektakulär wie hier. Die Heidelandschaft Die Eschbacher Klippen sind auf Fotos aus den fünfziger Jahren als freistehende Felsen zu sehen, um die herum nur wenige Blumen wuchsen. Diese offene Landschaft, gekennzeichnet durch Heide und Wacholder, entstand durch die Waldhütung mit Schafen, Ziegen und Rindern und die jahrhundertelangen Nutzung der Fläche zur Streugewinnung. Die heute noch nordwestlich des Buchsteines zu bewundernde Heidefläche ist der kleine Rest dieser Landschaft, die ohne die bereits langjährigen Pflegemaßnahmen des Naturparkes Hochtaunus im jetzigen Umfang nicht mehr existieren würde.
Wacholder und Erika, richtigerweise Besenheide, sind die Charakterpflanzen der Heide, daneben kommen auch Drahtschmiele, Rundblättrige Glockenblume, Rotes Straußgras und Borstgras vor. Ihr Vorkommen ist an einen nährstoffarmen, sauren Boden gebunden. Sie ist Lebensraum sehr spezieller Tierarten, insbesondere Insekten.
Nährstoffeinträge sind die Ursache des vermehrten Aufkommens der Drahtschmiele, eines Grases, das die Erika verdrängt. Auch Kiefer, Birke, Stieleiche, Brombeere, Holunder und Ginster machen dem Wacholder und der Erika zu schaffen, denn sie engen deren Wuchsräume ein und erhöhen die Nährstoffzufuhr im Boden. In den vergangenen Jahren wurden diese für die Heide untypischen Gewächse entfernt. Dies ersetzt zumindestens teilweise das Beweiden und das Entnehmen von Streu auf den Flächen rund um den Buchstein. Um die starke Trittbelastung innerhalb der Heidefläche zu vermindern, wurde durch den Naturpark Hochtaunus eine Abgrenzung zu den Heideflächen gesetzt.
Geschichtsstunde
Freizeitmöglichkeiten
An den Eschbacher Klippen sind neben Spaziergängern auch viele Kletterer anzutreffen, die die steil aufragenden Felsen als Kletterparadies ansehen und bei gutem Wetter vor allem an den Wochenenden ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen. Im unmittelbaren Umfeld der Felsen hat die vielfältige Freizeitnutzung im wahrsten Sinne des Wortes ihre Spuren hinterlassen. Sie führte zu erheblichen Schäden an der spärlichen Pflanzendecke. Um hier der Erosion entgegenzuwirken und den Pflanzen bessere Wuchsmöglichkeiten zu bieten, wurde ein Holzsteg um die Felsen gebaut. Bereits nach kurzer Zeit zeigten sich erste Erfolge in den Bemühungen um den Schutz des Bodens und der Pflanzen.
Anfahrt
über B 275 oder B 456 nach Usingen, dann Richtung Eschbach. In Eschbach der Beschilderung Richtung Michelbach folgen. Der Naturpark-Parkplatz Eschbacher Klippen liegt am Ortsausgang von Eschbach